Von 2010 bis 2012 haben wir in mühevoller Arbeit zwei historische Sankt Martiner Weinlagen rekultiviert, die zuvor über Jahrzehnte größtenteils brach lagen. Die verbuschten, teilweise sogar verwaldeten Hänge an den Ortsrändern von Sankt Martin wurden komplett entwaldet und entwurzelt und neu in Querterrassen angelegt, um eine Bewirtschaftung mit dem Traktor zu ermöglichen.

Die Rekultivierung des Kirchbergs im Rahmen einer Flurbereinigung war ein gemeinsames Projekt von acht ortsansässigen Winzern. In unserem Teil des Sankt Martiner Kirchbergs haben wir eine Klonenselektion aus wurzelechten, alten Rieslingstöcken gepflanzt, die hier bereits vor der Neuanlage standen. Die komplett nach Süden ausgerichtete Lage auf über 300 Metern Höhe ist von rotem Buntsandstein geprägt, nachts fließt Kaltluft aus dem angrenzenden Tal und sorgt für hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht.

St. Martiner
Kirchberg

In der Lage St. Martiner Am Guckuckberg, unmittelbar unterhalb der Kropsburg gelegen, sind wir die alleinigen Besitzer. Auf dem gelben Buntsandstein der südöstlich ausgerichteten Lage haben wir in 320 Metern Höhe rund 6000 Rebstöcke neu gepflanzt: Riesling aus einer eigenen Selektion wurzelechter Reben aus dem Kirchberg, einen kleinbeerigen Spätburgunder-Klon, der aus einem der besten Weinberge des Burgunds stammt und den wir über Selection Massale selbst vermehrt haben, sowie etwas Sauvignon Blanc.

St. Martiner
Am Guckuckberg

St. Martiner
Baron

Im Sankt Martiner Baron stehen unter anderem die Reben für unsere Chardonnay- und Pinot Noir-Ambrosia-Weine. Hier herrscht kalkhaltiger Letten vor, kalkreiche Sedimente aus Meeresablagerungen, mit unverfestigtem Ton und sandigen Anteilen, der Tonanteil sorgt für die gute Wasserspeicherfähigkeit der Lage.